Hintergrund: Die gesellschaftliche Entwicklung
Das Thema Pflege betrifft Menschen aller Generationen: Alterserscheinungen, Behinderungen oder chronische Erkrankungen können schleichend oder ganz plötzlich Menschen zu Pflegefällen machen. Mit der Pflegeversicherung wurde 1995 die sich abzeichnende Lücke in der Sozialversicherung geschlossen.
Durch die gestiegene Lebenserwartung und den demographischen Wandel werden in den kommenden Jahren immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen sein. Schätzungen gehen von über drei Millionen pflegebedürftigen Menschen im Jahr 2030 aus. Aktuell nehmen schon rund 2,3 Mio. Menschen jeden Monat Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch. Davon erhalten rund 1,5 Mio. ambulante Leistungen und über 0,7 Mio. Menschen werden stationär gepflegt.
Das Ziel ist, den Pflegebedürftigen die individuell besten Lebensumstände zu ermöglichen. Daher stehen den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedliche Betreuungsformen und -einrichtungen zur Verfügung. Unterschieden wird zwischen der häuslichen/ambulanten und der stationären Pflege.
Die Angebote reichen von Pflegeeinrichtungen und Pflegeangeboten der ambulanten Pflegedienste, die Pflegebedürftige und deren Angehörige bei der Pflege zu Hause unterstützen, über neue Wohnformen wie Senioren-Wohngemeinschaften und Einzelpflegekräfte mit einer Zulassung durch die Pflegekassen bis zu einer umfassenden Versorgung und Betreuung in Pflegeheimen.
